Montag, 10. April 2017

Dinge aus Leder

Nachdem ich eine Weile die Aktualisierung des Blogs vernachlässigt habe, hier zwei Dinge, die in der letzten Zeit entstanden.


Brauchte mal neue wikingerzeitliche Schuhe, hier ein Modell, das vom Typ 10 aus Haithabu inspiriert ist - mit Naht auf dem Fußrücken, hochgezogener Ferse und umlaufender Schnürung an den Klappen. Typ 10 hat normalerweise maximal eine kleinere zweite Klappe, aus Bequemlichkeitsgründen habe ich diese aber erweitert.

Die Schuhe sind aus vegetabil gegerbtem Ziegenleder 2 mm aus dem Hause Flach, mit einer Sohle aus Rindsleder 5 mm und wurden von mir mit selbstgedrehtem Schusterdraht (Leinengarn, Pech, Bienenwachs) genäht. Sitzen sehr gut, auch mit dicken Socken. Die Sohlen habe ich über Nacht in Leinöl getränkt, bis sie sich vollgesaugt hatten, der Rest ist mit Lederfett behandelt.



Für generelle Kampfzwecke habe ich am Wochende ein Paar Dreifingerhandschuhe aus meinem Lieblingsleder (preiswerte Ricke, das Zeug, aus dem auch meine Ledertunika ist) zurechtgeschnippelt. Dabei hab ich auf das Schnittmuster meiner Wollhandschuhe aus dem 50-Tage-100€-Wettbewerb von 2014 zurückgegriffen und die Handschuhe geraaaade so weit gemacht, dass ich reinpasse - funktionierte ausgezeichnet, Beweglichkeit ist top und sie liegen gut an. Ricke sieht gefettet auch immer leicht ranzig aus, generell ist es ja auch ein vielseitiges "Charakterleder", das durch seine Flexibilität, interessante Optik und den guten Preis besticht, nehm ich immer gern wieder. Praktischerweise hatte ich noch 1/3 einer ungleichmäßig dicken Rickenhaut, sodass ich die Oberseite der der Handschuhe jeweils aus dem dickeren Halsteil schnippeln konnte, während die Innenseite dünner ist.
Am Langschwert beim HEMA-Training machten sie sich recht gut, ordentliche Beweglichkeit.

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