Mittwoch, 24. Februar 2016

The Celtic Fringe: Orkney Hood



Okay, ich traue etwa drei Leuten zu, diesen Wortwitz im Titel witzig gefunden zu haben.
 
Mehr Zeug also, das ein frühmittelalterliche Schotte getragen haben soll. Dieses Mal: die Orkney-Gugel. Vermutlich ein Recyclingprodukt für einen Kinderkopf, daher war einiges an Schnittanpassung nötig, bis es auf meinen breiten Schultern saß. Inkl. einer groben Interpretation der unteren Borte mit den eingewobenen Fransen, hier aus walnussgefärbter Wolle. Rest der Wolle von dunklen Schafen, auch der obere Stoff. Hatte keinen schönen Fischgrat der Art, fand diesen Gleichgrat als Ersatz sehr passend. Später noch etwas einranzen und los geht der Spaß beim Hängenbleiben im Unterholz... Zotteln ftw.

Freitag, 12. Februar 2016

Ledertasche Loch Glashan


Für Saoirse wollte ich mehr Leder und auch einen Look, der ins frühmittelalterliche Schottland und Irland passt. Da kam mir der Fund von Loch Glashan (Argyll, Schottland) gerade recht, denn er enthält Teile einer Ledertasche, die vermutlich im 6. oder 7. Jhd. von einem Mönch als Buchtasche genutzt wurde. Das National Museum of Scotland fertigte eine Rekonstruktion an, die mir zur Anleitung genügte, denn schwer oder langwierig ist der Zusammenbau nicht, es wird alles nur mit Lederbändern verbunden. Das Leder ist ein Schweinsvelour aus dem Hause Flach (<333), die Riemen hab ich aus Reststücken davon mit dem Bandschneider geschnipselt. Das Flechtmuster der Tasche hab ich am Riemen weitergeführt, für mehr Stabilität und einen schönen Look.
Meine Tasche ist ca. 30x30 cm groß.

 

Donnerstag, 11. Februar 2016

Die Vorteile des Lebens im Norden

... sind u.a., dass man in weniger als einer Stunde am Strand ist und dann einfach mal für's Feeling eine längere Strandwanderung in Klamotte machen kann. 4°, Regen und Wind? Kein Problem, Wollklamotten. ;)



Mittwoch, 3. Februar 2016

A Game of Bones



Haha, schlechter Wortwitz, badum-TSSS.
Für die gute Frau Ni Phadraig nahm ich mir ja viel geschnitzen Knochenkrams vor, hier also der Einstand: eine Gürtelschnalle. Durchlassbreite knaaapp 2,5 cm, 6,5 cm lang. Rinder-Mittelfußknochen. Nachempfunden dem Fund von Lewis (die geilen Schachfiguren aus Walrosselfenbein), frühes, vermutl. norwegisches HoMi. Was hab ich teilweise während der knapp 20 Stunden, die das gedauert hat, geflucht.

Und weil ich darum gebeten wurde, hier ein kleines How-To dafür:


Das war aber nicht alles, denn mir wurde zu Weihnachten das Kochbuch zu Game of Thrones geschenkt (deutsche Variante vom Zauberfeder-Verlag) und nachdem meine Lemoncakes absolut furchtbar wurden (ich kann zwar gut kochen, aber backen? Nope.), hab ich das "Honigbestrichene Hühnchen" in der Kategorie Norden ausprobiert. Sehr geil, vor allem mit der sirupartigen Honig-Essig-Trockenfrucht-Sauce. 
Allgemein muss ich sagen, dass mir das Buch sehr gefällt, denn 1. enthält es sehr viele historische Vorlagen an Rezepten (z.B. elisabethanische Kuchenartige oder poudre douce), gibt aber auch moderne Varianten an. Ungewöhnliche oder schwer aufzutreibene Fleischsorten werden mit Vorschlägen für Alternativen angegeben, auch sonst ist die Aufmachung sehr schön gelungen. Ich denke, das wird sich vor allem für die LARP-Küche sehr lohnen. Aber seht selbst...