Sonntag, 15. Februar 2015

Puukko


Da ich momentan viel Spaß am Messern hab, es eine tolle Entspannungsbeschäftigung neben der Bachelorarbeit ist und ich eine gute Freundin, die ein Jahr in Finnland verbracht hat, überraschen will, gibt's diesmal ein beinahe richtiges Puukko.
Beinahe, weil ich tatsächlich keine Ahnung hab, worauf es beim Puukko WIRKLICH ankommt, ich bin schließlich kein Finne und probier mich nur aus, daher weise ich irgendwelche Authentizitätszuordnungen von mir. Aber ich weiß so viel: die Scheide dazu, in die auch ziemlich viel Zeit geht, nennt man "tuppi" und sie hat traditionell ein Holzinlet für die Klinge, hab ich hier auch gemacht. Dabei ist der Grat im Klingenbereich, über den das Leder nassgeformt wurde, so gewollt und eine nicht unübliche Verzierung. Sitzt durch die Nassformung perfekt und klickt beim Einstecken, wie es sein soll.

Wie man ein tuppi herstellt, kann man hier sehen (auf Finnisch, aber die Bilder sagen eigentlich alles):
Tupen tekoa

Gesamtlänge: 15 cm
Klinge - Lauri Carbon 60 mm, eingeklebt mit Uhu endfest 300
Zwinge: Messing 2 mm, angelötet
Holz: Nuss-Maser, vermutl. Wurzel
Bein: Hirschgeweih-Ringabschnitte
Lederscheiben: Blankleder Rind 2 mm
Tuppi-Holzinlet: Birke, 1 Jahr getrocknet
Scheidenleder: dt., veg. Blankleder Rind 2 mm, wassergeformt
Finish Messer & Scheide: Bienenwachs/Leinöl-Mix, heiß eingerieben

1 Kommentar:

Frenja Einarsdottir hat gesagt…

Achtung, unqualifizierter Kommentar, weil ich keine Ahnung von Messern habe: Das Rentier auf der Scheide ist sooo knuffig :D